Der neue »Weinbauverein Baruther Urstromtal« nimmt Fahrt auf
Im Juli unterzeichneten IKU-Mitglied und Initiator des Vereins Reiner Wittkowski, Ferdinand von Lochow vom Landgut Petkus, Oliver Franck vom Gut Kienberg in Mahlsdorf und Gernot Kleinlein von „17morgen“ in Dobbrikow die Gründungsurkunde des „Weinbauvereins Baruther Urstromtal“. Wie im Newsletter 30 berichtet, arbeiten die Winzer der Region an einer geschützten Ursprungsbezeichnung und wollen mit ersten gemeinsamen Projekten näher zusammenrücken. Ein ambitioniertes Vorhaben – und ein starkes Signal für den Weinbau in Brandenburg.
Auf dem Weg zur geschützten Herkunft
Mit der Gründung des „Weinbauvereins Baruther Urstromtal“ bündelt die Region ihre weinbaulichen Kräfte. Aktuell entsteht der Antrag für die geschützte Ursprungsbezeichnung „Baruther Urstromtal“. Dafür sammeln die Mitglieder historische Daten, Bodenanalysen, Klimaprofile sowie Informationen zu Rebsorten und Stilistiken. Diese bilden die Grundlage, um die Besonderheiten des Urstromtals klar zu definieren.
Gemeinsam stärker
Neben der inhaltlichen Arbeit setzt der Verein auf praktische Synergien: gemeinsame Gerätebeschaffung, gegenseitige Unterstützung bei Weinbergs- und Leseeinsätzen sowie abgestimmte Kommunikations- und Tourismusstrategien. Eine professionell begleitete Verkostung im Sommer gab bereits erste Einblicke in die sensorische Charakteristik der Weine, im Mittelpunkt standen dabei die GOLDSTAUB-Weine. Die Beschreibung von Weinstilen und sensorischen Besonderheiten soll im Zuge der weiteren Vereinsstrategie entstehen.
Als nächstes steht die erste Mitgliederversammlung an, in der der Vorstand gewählt und organisatorische Weichen gestellt werden. Außerdem plant der Verein, sich Ende Januar 2026 auf der Internationalen Grünen Woche zu präsentieren – eine wichtige Plattform, um das junge Projekt bekannter zu machen.
Langfristige Vision für Brandenburgs Weinbau
Das Ziel der Initiative ist die Entwicklung gebietstypischer Weine, die langfristig im internationalen Wettbewerb bestehen können. Angesichts des wachsenden Weinbaus in Brandenburg sehen die Initiatoren darin einen entscheidenden Beitrag zur Zukunft der regionalen Landwirtschaft.